Rezension

Design Ecology!

 ★☆☆☆☆ 

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Autor: Jutta Nachtwey, Judith Mair
Design: Mario Lombardo
Verlag: Hermann Schmidt
Jahr: 2008
Sprache: Deutsch
Schrift: Akurat
Seiten: 272
Format: 31,2 × 22,4 × 3,2 cm
Bekömmlichkeit: Sojaburger mit Mayonese

Hierbei handelt es sich um einen von Mario Lombardo interessant gestalteten Prügel. Jedes Kapitel ist in leichten bunten Tönen bedruckt, so dass ein pastelliger Regenbogen den Buchblock ziert. Der schwarze Leinendeckel ist mit einem weißen Prägedruck versehen, was dieses Buch sehr edel erscheinen lässt. Allerdings schwindet der Eindruck beim Lesen.
Was soll ein englischer Titel auf einem deutschen Buch und darf ökologisch korrektes Papier giftig riechen? 24 belanglose Fotoseiten bilden den Einstieg, 27 den Ausstieg. Dazwischen bleiben allerdings noch gut 200 Seiten, auf denen ich Ökotipps für Gestalter erwarte. Pustekuchen. Den Großteil nehmen Präsentationen von Bio-Marken ein, die stark an PR-Artikel erinnern. Vielleicht ist das nicht schlecht als Inspiration für Geschäftsideen auf der Ökoschiene, aber der Designer zieht daraus keine nützlichen Informationen. Ähnlich verhält es sich bei den Interviews über die Markenstrategien mit Öko-Aktiven. Ganz am Schluss finden sich drei magere Seiten über ökologische Verpackungsmaterialien und vier Seiten über Printproduktion. Und am Ende muss man doch auf das Ökowissen der Druckerei bzw. des Papierherstellers vertrauen. Somit weiß ich immer noch nichts über ökologisch verträgliche Produktion bei Designarbeiten.
Immerhin finden sich ein paar nette Links, die ich an dieser Stelle weitergeben möchte.

FuckForForest.com
(Spende Home Videos statt Geld)
Field Guide (Monadnock Eco Friendy Printing)
FSC (Öko-Papier Datenbank)
Paper Calculator (Ökotest für Papierdaten)
Desing und Umwelt (AIGA Publikationen)

Fazit: Ein Haufen unangenehm riechendes Papier ohne Inhalt wirken nicht ökologisch und 68 Euro dafür nicht ökonomisch.

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