Helmut Schmid: Gestaltung ist Haltung
Samstag, 28 Februar 2009
★★★★☆
Herausgeber: Victor Malsy, Philipp Teufel, Fjodor Gejko
Design: Fjodor Gejko
Verlag: Birkhäuser
Jahr: 2007
Sprache: Deutsch, Englisch
Schrift:Univers
Seiten: 344
Format: 24,4 × 24 ⅹ 3,4 cm
Helmut Schmid wuchs als Deutscher in Österreich auf und zog nach Basel, um Schüler von Emil Ruder zu werden als der Begriff „Schweizer Typografie“ geprägt wurde. Diesem Konzept ist er auch stets treu geblieben.
Helmut Schmids Typografie ist nicht aufsehenserregend oder verrückt. Sie ist unspektakulär, aber ehrlich. Sie lebt von Einschränkung. Und sie lebt vom leeren Raum und von Asymmetrie. Sie überzeugt durch logisch durchdachte Gestaltung wie durch einfühlsame Platzierung.
Gestaltung hat sich durchaus nicht auf die Bewusstseinsebene zu begeben.
(Kim Young-Oak)
Ich finde es wunderschön, dass etwas so ruhiges, funktionales akzeptiert und honoriert wird. In unserer bunten und hektischen Welt bietet diese Gestaltung einen Anker, wie das japanische Teehaus. Auf diese Weise kann etwas Schönheit erreichen und auch über lange Zeit behalten.
Das Buch entstand 2005 im Rahmen der Diplomarbeit von Fjodor Gejko, aufbauend auf der Lehrveranstaltung schmid today an der FH Düsseldorf. Die Gestaltung gefällt mir sehr, besonders der Deckel mit den drei unterschiedlichen Schnitten als Differenzierung. Dass einige Arbeiten zu klein reproduziert wurden kann man nachsehen. Allerdings kann ich mich auch nach 344 Seiten nicht für längere Lesetexte in 6-Punkt-Univers ohne Majuskeln begeistern. Reduktion hört für mich dort auf, wo Funktionalität beschränkt wird.
Fazit: Unspektakuläres Juwel.




No. 1 — März 19th, 2009 at 10:24
ihre text gefaellt mir
auch ihre kritik
gruss
helmut schmid