Rezension

Die Form der Zeit

 ★★★★★ 

Herausgeber: Victor Margolin, Richard Buchanan
Verlag: Suhrkamp
Jahr: 1982
Sprache: Deutsch
Seiten: 223

Die deutsche Übersetzung des Klassikers von Kunsthistoriker George Kubler zeichnet sich durch ein zusammenfassendes Vorwort von Gottfried Boehm aus. Leider ist diese Ausgabe von Suhrkamp vergriffen.

In diesem Buch setzt sich Kubler mit den Ausprägungen von Zeit und den perspektivischen Konsequenzen für die Kunstgeschichte auseinander. Ergänzend zur Chronologie führt er eine semantische Dimension für zeitliche Verhältnisse ein, durch die sich Objekte leichter in einen temporalen Kontext positionieren lassen.

Fazit: Allein das Vorwort von Boehm ist fantastisch.

Der Ablauf einer Erfindung vollzieht sich also in zwei unterschiedlichen Phasen: zunächst werden neue Positionen entdeckt, die in der nächsten Phase mit einem vorhandenen Wissensfundus amalgamiert werden.

Form der Zeit

Jedoch ist der Vorgang des Erklärens dem des Messens sehr ähnlich. Beides sind Übersetzungen. Indem ein Gegenstand oder Vorgang erklärt wird, wird, er gelichtet in Worte verwandelt, indem man ihn misst, wird er in Zahlen verwandelt.

Form der Zeit

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